
Auf der Suche nach einem Frühstück stolpern wir in ein kleines Geschäft, aus dem es verlockend riecht. Das Angebot des Hotels mit dem Buffet haben wir verschmäht – manchmal ist es ein wenig zu langweilig, wenn man verlässlich bekommt, was man erwartet und bezahlt.
Hungrig und und ungeduldig treffen wir zum Glück nicht weit entfernt auf einen Laden voller Backkunst. Brot, Baguettes, Kuchen – alles Vollkorn. Wir probieren dies und jenes, dazu einen Kaffee.
Die Überzeugung wächst: auch Croissants in Vollkorn sind möglich und können gut sein.
Ein zweiter Kaffee und jetzt ein Sandwich mit Käse aus einem Baguette. Es ist so knusprig, dass der Mensch gegenüber besser die Augen schließt vor den knackigen Krümeln, die umherfliegen beim Hineinbeißen.
Immer noch haben wir Appetit auf das eine oder andere, nur können wir nicht mehr essen.
Es ist das erste Mal, dass wir Brot für eine ganze Woche einkaufen, um es Stunden im Zug mit nach Hause zu nehmen. Dort werden wir es wie immer mit einem Messer schneiden und genüsslich die abgesplitterten Krümel in die Hand kehren und essen.
Die alte Brotschneide-Maschine auf dem Fensterbrett des Ladens hätten wir schon auch gern ausprobiert – schon ihres Namens wegen.


